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Craters of the Moon Nationalpark

Bizarre Mondlandschaft

Craters of the Moon National Monument ist ein Naturschutzgebiet im Südosten Idahos. Wüste, beschwerliche Lavafelder mit Schlackenkegeln, die über 200m emporsteigen, gaben der kahlen Landschaft ihren treffenden Namen, „ Krater des Mondes“.  Verschiedene Lavaströme schufen hier im wahren Sinne des Wortes eine Mondlandschaft, die mit rauen Felsformationen und beschränkter Vegetation außerirdisch wirkt. Das mit Basaltgestein überzogene einzigartige Gebiet ist als National Monument geschützt.

Die Krater umfassen ein erstaunliches Spektrum an vulkanischen Formationen – eine Mixtur aus Schlackenkegeln, Spaltöffnungen und Lavagestein.  Es ist der beste Schauplatz für den Basaltvulkanismus. Eine eigenartige Landschaft, die so mondähnlich ist, dass sogar amerikanische Astronauten hier einst trainierten.

Lage

Craters of the Moon National Monument gehört zu der vulkanisch geprägten Ebene des Snake Rivers, welche den Süden Idahos durchzieht. Er liegt am nördlichen Ende des ca. 80 km langen Grabenbruchs, der als Great Rift bezeichnet wird.

 

Entstehung & Entdeckung

Die schwarze Lavalandschaft entstand um den Ort Arco im Südosten Idahos durch mehrere Vulkanausbrüche vor Jahrtausenden. Great Rift ist im Grunde eine Reihe von großen Spalten im Boden aus welchen vor 15.000 bis vor 2.000 Jahren Lava heraus drang. Wissenschaftler vermuten, dass die Ebene, der Grabenbruch sowie das Kratergebiet durch thermische Anomalien im Erdmantel, so genannte Hotspots, entstanden. Als die nordamerikanische Kontinentalplatte vor 15 Mio. Jahren über dem Hotspot vorbei trieb, schmolz dieser Teil der Schicht in großen Lavaflüssen und die Snake River Ebene entstand. Weiterhin öffnete sich der Boden durch den Great Rift Bruch und das Magma drang heraus um die heutigen Lavaformationen zu schaffen. Es wird geglaubt, dass der neue Hotspot der Yellowstone National Park ist. Die vulkanische Aktivität hat jedoch noch nicht aufgehört und die nächsten Lavaextrusionen sind innerhalb der folgenden Tausend Jahre zu erwarten.

Das schwarze, scheinbar unbrauchbare Gebiet wurde erst 1920 von Robert Limbert und W.L. Cole näher erforscht. Durch ihre Mitwirkung wurde das Gebiet 1924 zum Monument ernannt. Im Jahr 2000 dehnte Präsident Bill Clinton die Fläche des Schutzgebietes weiter aus.

 

Einrichtungen

  • Visitor Information Center
  • Befestigte Straßen für Autos und Wanderwege für eine Tour
  • Campingplätze verfügbar
  • Der südliche Teil des Monuments ist ein Wildnisgebiet und ist für Autos gesperrt


Wissenswertes

  • Das Monument befindet in einem Lavafeld, welches mit 1.600 km2 das größte in den USA ist
  • Zahlreiche Rundwege helfen dem Besucher das Gebiet und die Lavahöhlen auf eigene Faust zu erforschen.
  • Die Kette der Schlackenkegel hilft den Verlauf des Grabenbruchs Great Rift zu ermitteln
  • Bigg Cinder Butte ist der höchste Schlackenkegel mit über 210m Höhe
  • Die Krater beherbergen mehr als 300 Pflanzen-, 2.000 Insekten-, 148 Vogel-, 47 Säugetierarten sowie einige Reptil- und Amphibienarten.
  • Pflanzen und Tiere passten sich der Umgebung auf eine einzigartige Weise an. Ein aus dem Lavabrocken wachsender Salbeistrauch, könnte Wurzeln von über 6m haben um ans Grundwasser zu kommen. Murmeltiere halten Winterschlaf sowohl im Winter als auch im Sommer
  • An einigen Stellen umhüllte der flüssige Lavastrom stehende Bäume, verhärtete sich und mit dem Verrotten des Holzes entstanden vertikale Baumgussformen. 

 

Scheidswaldstr. 73
D-60385 Frankfurt am Main